„Einen solchen Auftritt muss man erst mal verdauen“, war SG-Trainer Bernd Born nach der 1:4-Niederlage in Lendersdorf regelrecht konsterniert und angefressen über den indisponierten Auftritt seiner Mannschaft: „Da kann ich dann auch keine Entschuldigungen mehr gelten lassen, wenn man es über die gesamten 90 Minuten schafft, nahezu körperlos Fußball zu spielen. Für ein derart verheerendes Zweikampfverhalten finde ich kaum Worte!“ Den zaghaften Offensivbemühungen fehlte jegliche Zielstrebigkeit, jeder 1-gegen-1-Situation wurde möglichst aus dem Weg gegangen. Und in der Defensive äußerten sich die Zweikampf-Defizite zumeist in plumpen Fouls. So gingen den Treffern zum 1:0 und 2:0 der Gastgeber auch vermeidbare Freistöße voraus. „Das ganze ist umso unerklärlicher, als das wir noch in der Woche nach dem Drove-Spiel explizit in Sachen Zweikampfschulung trainiert haben“, so Born. In der Halbzeitpause wurde es dann richtig laut in der SG-Kabine, doch auch im zweiten Spielabschnitt präsentierten sich die Schwarz-Roten nur unwesentlich verbessert. Nach dem 0:3 war der Drops gelutscht, so dass es nur noch zur Ergebniskosmetik durch einen von Kai Küpper verwandelten Foulelfmeter (Michael Züll war im Strafraum zu Fall gekommen) reichte. „Natürlich erwarte ich die Alemannia unter den Aufstiegsanwärtern, doch unterm Strich war es wohl noch nie so einfach aus Lendersdorf etwas mitzunehmen wie heute“, so Born.

Tor: Küpper (FE)

SG Nordeifel 99: Boeder – Golbach, W. Marx (ab 70. K. Marx), Latz – Merkel (ab 70. Vietoris), Züll, Huppertz (ab 60. Fischer), Fergen, Küpper – Heiliger, Groß

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