Nach zuletzt drei Siegen in Serie leistete sich die SG Nordeifel im vorgezogenen Freitagspiel eine gleichermaßen dumme wie sich selbst zuzuschreibende Niederlage. Voreifel-Trainer Schaffrath wandte sich nach Spielschluss fast schon entschuldigend an seinen Trainerkollegen Bernd Born und sprach von einem „ziemlich unverdienten Erfolg“. Born selbst sah es nüchtern: „Wenn man die Chancen in dieser Vielzahl nicht nutzt und den Gegner förmlich zum Toreschießen einlädt, muss man sich am Ende nicht wundern, mit leeren Händen nach Hause zu fahren!“ Das Chancenverhältnis des Flutlichtspiels auf einem hervorragenden Rasenplatz in Soller lag bei gefühlten 30:2, die SG Nordeifel bestimmte fast ausnahmslos das Spielgeschehen – einziges Manko: Der Abschluss. Die Möglichkeiten wurden reihenweise kläglich vergeben, zum anderen steuerte aber auch ein hervorragender Keeper der Gastgeber seinen Teil bei. „Es ist die alte Leier. Uns fehlt die Effektivität, die letzte Entschlossenheit in unseren Aktionen“, so Born, der ein überlegenes Nordeifel-Team sah: „Dennoch haben wir das, was wir uns vorgenommen haben, im Gegensatz zum Binsfeld-Spiel nur völlig unzureichend umgesetzt. Das gipfelt im Zustandekommen der Gegentreffer!“ Den Treffer für die SG Nordeifel erzielte Kai Küpper bezeichnenderweise mit einem sehenswerten Freistoß in der 47. Minute. Der Knockout zum 1:3 fiel durch einen Konter in der Schlussminute. „Als Tabellenvierter mit nunmehr sieben Punkten Rückstand auf Lamersdorf und Gey sind wir zunächst einmal klassisch ausgebremst. Für eine Spitzenmannschaft fehlt uns die letzte Konsequenz, eine gewisse Siegermentalität“, so Born: „Bei allem Respekt vor Voreifel – hier musst Du einen Dreier einfahren, wenn Du oben dabei sein willst!“

Tor: Küpper

SG Nordeifel 99: Boeder – Heiliger, W. Marx (ab 55. van Atteveld), K. Marx – Golbach (ab 50. Salentin), Züll (ab 55. Vietoris), Merkel, Küpper, Fergen – Groß, Zieba

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