Nordeifel macht sich selbst das Leben schwer – Heimdreier wird erst in der 90. Spielminute klargemacht.Die erste Halbzeit des Spiels gehörte klar unserer Elf. Die konzentriert stehende Abwehr ließ keine einzige Gästechance zu und fing die im Angriff harmlos agierenden Vettweißer oftmals bereits kurz hinter der Mittellinie ab. Allerdings lief auch bei uns nicht allzu viel nach Vorne. Immer wieder liefen wir uns in der dicht gestaffelten Gästeabwehr um einen dazu noch sicher stehenden Keeper  fest. Viel zu selten ging das Spiel einmal schnell über die Außenbahnen, was sofort zu Torchancen führte. Die besten Trefferchancen boten sich zweimal Th. Müller und M. Jülich; diese konnten jedoch allesamt nicht verwertet werden. Mit zunehmender Spieldauer plätscherte das Geschehen mehr und mehr vor sich hin, als der Schiedsrichter beim Stande von 0:0 zur Pause pfiff.

In der zweiten Halbzeit begann Vettweiß druckvoll und schoß alleine in den ersten 2 Minuten dreimal auf unser Tor. Als wir so langsam wieder das Spielgeschehen in die Hand bekamen folgte die kalte Dusche: Mit der erstbesten Torschance gelang den Gästen in der 55. Minute aus 10 Meter zentraler Torentfernung per Drehschuß die überraschende Führung.

Vettweiß zog sich danach mehr und mehr zurück. Unsere Elf tat sich schwer beim Spielaufbau und kam kaum in eine vielversprechende Schussposition. In der 70. Minute folgte dann doch der verdiente Ausgleich durch Th. Müller, der nach einem vom Gegner (mit der Hand?) abgefälschten Schuß im Strafraum schnell schaltete und aus kurzer Distanz trocken ins kurze Eck verwandelte. Noch war genügend Zeit, den Sieg einzufahren, allerdings verpuffte Angriff auf Angriff. Das Spiel war in dieser Phase sehr zerfahren: viele Einwürfe und Freistöße im Mittelfeld ließen keinen Spielfluss aufkommen. Einmal noch musste V. Salentin im Tor der SG Kopf und Kragen riskieren, um einen durchgebrochenen Stürmer zu stoppen. Als sich bereits alle mit der Punkteteilung abgefunden hatten, folgte der letzte Angriff unserer Elf. T. Fergen setzte sich auf der linken Außenbahn durch und brach in den gegnerischen Strafraum bis zur Grundlinie durch, er passte quer zum Tor – zurück auf Ph. Zieba, der den Ball ins leere Tor einschob. – Geht doch! – Abpfiff und Heimsieg!

Fazit: Ein mühseliger und verdienter Arbeitssieg, der an den Nerven zerrte. Lange Zeit haben wir uns das Leben selbst schwergemacht. Der Kontakt zur Tabellenspitze ist da!

Tore: 1:1 Th. Müller (70.), 2:1 Ph. Zieba (90.)

Nordeifel: V. Salentin, K. Marx, Chr. Pütz, Chr. Möllers, Golbach, Jülich, Wergen, Salentin (73. Fergen) , Amrein, Müller, Zieba

 

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